Wozu träumen wir? Der Traum ist ein Feedback unseres feinstofflichen Organismus, den wir Seele nennen.
Man kann den Traum als eine Art Lebenskompass bezeichnen, der uns dazu verhelfen soll,
den richtigen Lebenskurs zu finden, welcher dem Sinn und der Bestimmung unserer
individuellen Persönlichkeit entspricht.
Den Traum als Reinigungsprozess von unverarbeiteten Tagesresten zu definieren,
käme einer Untertreibung gleich, wie wenn man das World Trade Center einfach nur als Hütte bezeichnen würde.
Ich habe meine Ausbildung zur Oneirologin (Traumdeuterin) von 1997 bis 2001 unter der fachkundigen Anleitung
meines Lehrers, dem Tiefenpsychologen und Sachbuchautor H.R. Meder absolviert, welcher sein Leben der Arbeit
mit Träumen gewidmet hat. Als Gründer der MUGA-Lehre entwickelte er die INTUITIVE TRAUMARBEIT,
welche auf tiefenpsychologischen Erkenntnissen basiert und als ein Weg der Persönlichkeitsentwicklung
verstanden werden sollte. Es ist eine Ausbildung in Einzelarbeit, die einer Selbsterfahrung gleich,
anhand des Feedbacks der
Träume des Lernenden, an der Seite eines Lehrers stattfindet, welcher den gleichen Weg gegangen ist.
Wie man es von den Samurai-Kriegern her kennt,
die auf eine ähnliche Art unterwiesen und ausgebildet wurden.
Die so genannte Participation mystique
("Mystische Teilnahme", nach C.G.Jung) nimmt hierbei eine wichtige Rolle ein, weil diese Empathie zwischen
Lehrer und Schüler erst die Tore zu den unbewussten Regionen der Seele zu öffnen vermag.
In der Ausbildung wird erlernt einen Dialog mit dem Unbewussten zu führen, da das Unbewusste nach einer
anderen Denkweise arbeitet als unser Tagesbewusstsein. Diese spezielle Denkweise wird als archaisch-magisch bezeichnet
und es gilt diese, in der Symbolsprache abgefasste Prä-Logik verstehen zu lernen,
damit das Unbewusste mit dem Bewusstsein harmonisch kommunizieren kann.
Eine gestärkte Persönlichkeit und eine gesunde Psyche sind der Nutzen,
den wir aus diesem Dialog gewinnen können.
Ich danke meinem Lehrer für die Vermittlung seines verblüffenden Wissens an mich.
Florinda Ke Sophie, Graz 2007